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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Backsteingotik zwischen Lüneburg und Parchim

 
Der Mecklenburgische Seen-Radweg verbindet die Hanse- und Salzstadt Lüneburg mit Parchim an der Elde. An der 178 Kilometer langen Strecke liegen beeindruckende Zeugen gotischer Backsteinarchitektur. Der Weg führt von Lüneburg durch Marsch- und Geestgebiete, Wälder und Wiesen zum Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Ab Bleckede begleitet der breite Elbstrom den Weg. Von der Festung Dömitz geht es dann entlang der Flussniederung der neuen Elde in das Landesinnere Mecklenburgs. Der Radweg führt schließlich über Neustadt-Glewe durch eine Wiesen- und Teichlandschaft nach Parchim, das Herz Mecklenburgs. Die Route verläuft überwiegend abseits des Straßenverkehrs auf ausgebauten Radwegen, Wirtschaftswegen und ruhigen Landstraßen.

Diese Kleinode und eindrucksvolle Städte liegen auf Ihrem Weg
Die mächtigen Kirchen St. Johannis, St. Michaelis und St. Nikolai und das Rathaus mit seiner kunstvollen Ausstattung sind Zeugen gotischer Architektur und Kunst in Lüneburg. Hier beginnt die Route der Backsteingotik parallel zum Mecklenburgischen Seen-Radweg. Das Zisterzienserkloster in Steinbeck wurde 1244 gegründet und 1253 nach Scharnebeck verlegt. Das Kloster wurde 1531 aufgelöst. Beim Abriss der Kirche 1712 wurden die Außenmauern des Chores (um 1370–80) in den Neubau einbezogen. In der Kirche finden sich Reste des gotischen Chorgestühls (um 1370–80) und eine Sandsteinmadonna (14. Jh.). Der rechteckige spätgotische Feldsteinbau in Neetze besitzt einen Westturm aus Backsteinen. Das Südportal zeigt ein Tausteinprofil um 1500. Im Inneren der Kirche steht der Mittelschrein eines großen spätgotischen Schnitzaltars (um 1480). Das Schloss Bleckede steht auf Resten einer Burg, die erstmals um 1270 erwähnt wird. Das heutige Schloss wurde um 1600 errichtet. Von der Burg sind große Teile von Zall und Graben sowie der Stumpf eines mächtigen Rundturms erhalten. Der Turm wurde mit einer Stahlkonstruktion aufgestockt und bietet einen faszinierenden Blick über die Elbe und die Stadt Bleckede. Die Kirche in Stapel wird 1291 erstmals erwähnt. Der lang gestreckte Backsteinbau stammt im wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Vom mittelalterlichen Bau sind Reste im massiven Westturm erhalten.Die ehemalige Festung in Dömitz ist eine regelmäßige, fünfeckige Anlage mit Bastionen aus Backstein. Hervorgegangen aus einer Anlage des 13. Jhs., wurde sie 1353 zerstört und 1557-65 unter Verwendung der Ruinen zur Festung ausgebaut. Das Kommandantenhaus geht auf einen Bau des 13. Jhs. zurück. Die Mauern der Festung beherbergen ein Museum zur Region und der Stadt Dömitz.Die Backsteinkirche in Neustadt-Glewe datiert im Kern um 1300. Die Burg ist eine der wenigen gut erhaltenen Wehranlagen Mecklenburgs. Die um 1300 errichtete und Anfang des 14. Jhs. erneuerte Burg ist von einer Ringmauer umschlossen. Der Bergfried ist vier Geschosse hoch. Das „Neues Haus“ aus dem späten 15. Jh. weist innen spätgotische Wandmalereien auf. Ein Museum informiert über die Stadtgeschichte. Die Kirche in Garwitz, ein flachgedeckter Feldstein- und Backsteinsaal, entstand im 14. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich ein hervorragender Schnitzaltar (Ende 15. Jh.) und an der Brüstung der Orgelempore 12 gefasste Schnitzfiguren eines ehemaligen Altarschreins (2. Hälfte 15. Jh.). Im Glockenturm hängt eine Bronzeglocke von 1453. In der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt Parchim endet dieser Abschnitt des Mecklenburgischen Seen- Radwegs. Die Bedeutung der Stadt im Mittelalter zeigt sich in den gotischen Bauwerken der St. Georgenkirche, der St. Marienkirche, dem Rathaus und der Stadtmauer mit dem Fangelturm.

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Kontakt & Buchungsinformation

 
Touristinformation Lüneburg
Am Markt
21335 Lüneburg
Tel.: +49 (0) 4131-20 76 620
E-Mail: touristik@lueneburg.de

Stadtinformation Parchim
Lindenstraße 38
19370 Parchim
Tel.: +49 (0) 3871-21 28 43
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